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1966

Man schrieb das Jahr 1966, als sich einige Stammtischkollegen der Gaststätte „DAB-Quelle“ zusammensetzten, um einen Fußballverein zu gründen. Mitbegründer waren unter anderem Erwin Hielscher, Dieter Labuda und Gerd Kriegsch. Zum 1. April war der „FC DAB-Quelle“ geboren und man kickte fortan als sogenannte Kneipenmannschaft gegen andere Kneipenmannschaften. Mit dem Beitritt in den ASV Rhein-Ruhr im Jahre 1967 begann die Phase des organisierten Spielbetriebes und gleichzeitig wurde der Vereinsname in FC Rot-Weiß Gladbeck umbenannt.

1969

Es war wohl kein Zufall, als nach dem Wechsel des Vereinslokals im Jahr 1967 zum „Bärlinchen“ Kontakte zu einem Berliner Verein geknüpft wurden. Zwei Vereinsfahrten hatten im Jahre 1969 und 1974 die alte und neue Hauptstadt zum Ziel. Zwischendurch war auch ein Gegenbesuch aus Berlin angesagt. 

1972

Analog zum Bundesligaskandal gab es auch im ASV-Verband einen Fall „Canellas“. Um den FC Rot-Weiß Gladbeck vor die ASV-Gerichtsbarkeit zu bringen, hatte ein Vertreter von Grün-Weiß Gladbeck – ein Verein, nur einen Steinwurf vom Vereinslokal „Bärlinchen“ entfernt – bei einer internen Aussprache um einen Spieler ein laufendes Diktiergerät in der Jackentasche. Diese Tonbandaufnahme vor dem ASV-Gericht hat dazu geführt, dass Rot-Weiß Gladbeck zu einer Geldstrafe verurteilt wurde. 

1976

Nach einem zweijährigen Gastspiel in der „Beisenschänke“ als Vereinslokal, wechselte man im Jahr 1976 das Domizil und die Gaststätte „Oase“ war fortan Treffpunkt der Vereinsaktivitäten. Hier wurden Spieler, Vorstand und Mitglieder von der Vereinswirtin Herta Tetzlaff liebevoll betreut. Hier sind viele wichtige Entscheidungen getroffen worden, die die Zukunft des Vereins prägen sollten. 1988 war die Aera „Oase“ beendet, weil die Vereinswirtin aus Altersgründen die Leitung des Lokals aufgab. 

1981

1981 war das Jahr, in dem der Vorstand beschloß, sich mit der Mannschaft dem DFB anzuschließen. Wie für alle DFB-Neulinge begann der steinige Fußball-Weg auch für unsere Mannschaft in der Kreisliga C. Wegen der fehlenden Flutlichtanlage auf dem Sportplatz Kortenkamp musste das Training in den Wintermonaten auf einem halben Platz gemeinsam mit den Spielern von Eintracht Gladbeck auf dem Rosenhügel-Sportplatz stattfinden. Ein Antrag für eine eigene Beleuchtungsanlage wurde der Stadt Gladbeck eingereicht. Die erste Stadtmeisterschaft, die mit vier Niederlagen in vier Spielen abgeschlossen wurde zeigte, dass im DFB-Fußball ein rauer Wind weht.

1982

Endlich war es soweit : Die Stadt Gladbeck hat nach mehreren Absagen eine Flutlichtanlage genehmigt. Mit körperlicher Unterstützung einiger Mitglieder, die zu Hacke und Spaten gegriffen hatten, stand die Einweihung bevor. Am 10. Oktober war der große Tag gekommen. Mit Pauken und Trompeten, sowie einer Abordnung der Stadt Gladbeck (Röken und Braun), wurde mit einem Spiel der Stadtauswahl gegen eine Kombination von Spielern von SB Gladbeck, FC Gladbeck und RW Gladbeck die neue Beleuchtungsanlage eingeweiht. Negativer Höhepunkt des Spieljahres 1983 war das Meisterschaftsspiel gegen Anadolu-Sport, das wegen einer Massenschlägerei abgebrochen wurde. Vor den DFB-Instanzen wurden uns allerdings Punkte und Tore zuerkannt. 

1986

Tschernobyl in Gladbeck-Brauck : Wegen radioaktiver Strahlen wurde die Stadtmeisterschaft der C-Jugend am 8. und 10. Mai auf dem Platz am Kortenkamp abgesagt. Als neuer Termin wurde der 28. und 29. Juni festgelegt. Das Turnier wurde ausgerichtet – diesmal ohne Strahlen. 

1990

Die lange, ergebnislose Suche nach einem geeigneten Vereinslokal sollte zu einem Ende kommen. Die Stadt stellte uns einen unbenutzten Fahrradkeller auf dem Schulhof zur Verfügung. Aus diesem Dreckloch ist es der Mannschaft, dem Vorstand und den Mitgliedern gelungen, nach unzähligen freiwilligen Arbeitseinsätzen nach Feierabend und am Wochenende ein helles Schmuckkästchen zu schaffen, in dem sich alle wohl fühlen. Der neue Vereinsraum hat eine Theke, Tische und Stühle und bietet Platz für etwa 30 Personen. Hier wurde anschließend so mancher Sieg gefeiert und die Versammlungen und Sitzungen abgehalten. 

1991

Pünktlich zu Jubiläumsjahr – 25 Jahre Rot-Weiß Gladbeck – hat die Mannschaft den Aufstieg in die Kreisliga B erreicht. Mit sensationellen 48:0 Punkten hat die Mannschaft das geschafft, was vor ihr noch keiner Kreisliga C-Mannschaft im Kreis 12-Gelsenkirchen gelungen ist. Entsprechend wurde das Ereignis ausgiebig gefeiert. Verantwortliche vom Fußballkreis, örtliche Presse und Stadt rannten uns den Keller ein. Jeder wollte der erfolgreichen Mannschaft gratulieren. 

1992

Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten : Im ersten Jahr nach dem Aufstieg ging die Mannschaft saft- und kraftlos unter. Der sofortige Abstieg aus der Kreisliga B war perfekt. Woran lag’s ? Querelen zwischen erster und zweiter Mannschaft, zwischen Trainer der Ersten und Trainer der Zweiten, zwischen Vorstand und Mannschaft, zwischen Vorstand und Trainer, zwischen Vorstand und Vorstand. Damals wurde wohl alles falsch gemacht, was man in einem Verein falsch machen kann. Im darauffolgendem Jahr meldeten sich immer mehr Spieler ab, sodaß Sonntag für Sonntag immer mehr Alte-Herren-Spieler einspringen mussten. Also kam, was kommen musste : der FC Rot-Weiß Gladbeck konnte dem Kreis keine Mannschaft für Meisterschaftsspiele melden. Seitdem halten nur noch die Alten-Herren die Vereinsfarben aufrecht. Mit 30 bis 34 Spielen pro Saison, sowie die Teilnahme an Stadtmeisterschaften erfreuen sie sich mit ca. 22 Aktiven  an ihrem Hobby.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

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